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  • larsknoepke
  • 4. Dez. 2025
  • 1 Min. Lesezeit

Liebe Entscheiderinnen und Entscheider,

 

fühlen Sie sich manchmal, als wären Business-IT-Projekte dazu verdammt, Budget und Zeitrahmen zu sprengen?

 

Wenn Sie wirklich sicherstellen wollen, dass Ihr nächstes Projekt garantiert scheitert, dann sind die folgenden 12 "Tipps" Ihr Fahrplan. Sehen Sie es als eine nicht ernst gemeinte Anti-Anleitung 😉:

 

Ein kleiner Vorgeschmack (für maximale Ineffizienz):

 

➡️ Tipp #3: Gehen Sie unvorbereitet in das Projekt, d.h. ohne dokumentierte Prozesse & konkrete Anforderungen.

➡️ Tipp #7: Vermeiden Sie den Fokus auf die wesentlichen Anforderungen mit dem höchsten Business Value!

➡️ Tipp #11: Kümmern Sie sich nicht um die Akzeptanz der Anwender für die neue Software-Lösung & beziehen Sie diese nicht ein.

 

Jede dieser Anti-Strategien ist ein echtes Fallbeispiel für die häufigsten Fehler, die ich in der Praxis beobachte. Der eigentliche Wert liegt natürlich darin, genau das Gegenteil zu tun.

 

Und genau hier setze ich an:

Als Ihr erfahrener Projektleiter & Product Owner helfe ich, diese Stolperfallen zu vermeiden und Business-IT-Projekte von der initialen Vision über die Ausschreibung bis zum erfolgreichen Go-Live zielorientiert und effizient zu führen.

 

P.S.: Kürzlich durfte ich diese Tipps im Hause von Microsoft Deutschland auf einer Veranstaltung der Communication Team GmbH vorstellen.



 


World Vision Deutschland hat mithilfe von Microsoft Dynamics 365 und der Unterstützung der Microsoft-Partner GOB, Wysa und data4success seine Spendenprozesse und die Kommunikation mit Unterstützern deutlich verbessert. Dieses Projekt wurde von der knöpke consulting GmbH vom Projektstart bis zum erfolgreichen Go-Live koordiniert. Der Geschäftsführer Lars Knöpke hatte hierbei eine Hybrid-Rolle als Gesamt-Projektleiter für die bei World Vision beteiligten Teams und sämtliche Dienstleister, und als Product Owner des Projekts inne.

Durch die Einführung von Dynamics 365 hat World Vision Deutschland nun u.a.

  1. voll-automatisierte individuelle Multi-Channel-Customer-Journeys für Spender im Einsatz,

  2. wesentliche Geschäfts-Prozesse, speziell im Spenderservice, automatisiert,

  3. alle relevanten Daten in einer integrierten Plattform in interner Hand.

Ergebnis: Das Budget für externe Dienstleister und der Verwaltungsaufwand wurden reduziert, wodurch mehr Mittel für die Kinderhilfsprojekte zur Verfügung stehen. Gleichzeitig gewinnen die Mitarbeiter mehr Zeit, um den Kontakt zu Förderern persönlicher und langfristiger zu gestalten.

Fazit: Die Digitalisierung mit Dynamics 365 ermöglicht World Vision Deutschland effizienteres Fundraising, gezieltere Ansprache von Spendern sowie bessere Nutzung von Ressourcen für die eigentliche Hilfsarbeit.



P.S.: Da World Vision Österreich vor ähnlichen Herausforderungen wie die deutsche Partnerorganisation stand und die für World Vision Deutschland entwickelte Dynamics 365-Lösung sehr überzeugend fand, wurde diese Lösung zwischenzeitlich auch für Österreich implementiert. Dieses Projekt wurde ebenfalls von der knöpke consulting GmbH geleitet.

 

Jeder kennt das, sei es z.B. aus dem eigenen Unternehmen, der eigenen Organisation oder aus Erlebnissen im Umgang mit der öffentlichen Verwaltung. Prozesse wirken nicht selten träge und aufwändig, bis hin zu dysfunktional und sind das leider viel zu oft auch. Meine Beobachtung ist, dass es unabhängig von der Organisationsform, mit zunehmendem Alter einer Organisation zu immer komplizierteren Prozessen kommt, die immer weniger in Gänze überblickt oder verstanden werden können (es sei denn die Organisation wirkt dieser Entwicklung regelmäßig durch gezielte Maßnahmen immer wieder aktiv entgegen).


Warum ist das so? Das Entstehen komplizierter Prozesse hat zum einen mit dem Wachstum von Organisationen (Unternehmen, Behörden, Stiftungen…) zu tun. Organisationen starten klein und mit wenigen Mitarbeitern und haben somit noch wenig ausdifferenzierte Prozesse. Je größer eine Organisation wird, umso mehr steigt der Bedarf nach ausdifferenzierteren Prozessen, die die interne Zusammenarbeit, sowie die externe Interaktion mit z.B. Kunden, Lieferanten, Partnern oder Stakeholdern regeln. Das schafft im Idealfall Orientierung, Klarheit, Effizienz und erwartbare Ergebnisse, sei es z.B. in Einkauf, Lieferketten, Produktion, Marketing, Vertrieb, Service, Finanzbuchhaltung, etc. Spannend ist, daß sobald ein Unternehmen eine hohe Reife und Ausdifferenziertheit erlangt hat, die Prozesse trotzdem in der Regel weiterwachsen!


Meine Erklärung: wenn Unzulänglichkeiten in einem Prozess auftreten und behoben werden sollen, dann werden selten Fragen gestellt wie z.B. „Wie können wir den Prozess vereinfachen? Oder: „Was müssen wir aus dem Prozess streichen, um ihn zu verbessern?“. Bestehende Prozesse und Prozess-Schritte werden selten hinterfragt. Stattdessen ist die Denkrichtung i.d.R. diametral entgegengesetzt und folgt dem Motto: „Welche Prozess-Schritte müssen wir hinzufügen, um den Prozess zu verbessern?“ Genau aus diesem Grund werden Geschäftsprozesse jeglicher Art über die Zeit immer komplexer. Das macht sie jedoch Ressourcen- und Zeitintensiv, was nicht im übergeordneten Interesse der Organisation sein kann (im Interesse einzelner Mitarbeiter oder Teams möglichweise schon).


Daher sehe ich meine Rolle als Berater und Projektleiter immer darin, genau dieses aktive, durchaus disruptive Hinterfragen von Prozessen und Prozess-Schritten zu ermutigen und zu pushen. Denn nur so werden Organisationen wirklich effizienter und auch effektiver. Und aus diesem Grund sind IT-Projekte zur Einführung von Unternehmenssoftware (wie z.B. MicrosoftDynamics365, Salesforce usw.) nicht primär IT-Projekte, sondern in erster Linie Business-Projekte.


Und jetzt einfach formuliert:

 

Je länger Organisationen existieren, umso komplizierter werden die Prozesse. Warum? Weil es den meisten Menschen leichter fällt, Prozessen etwas hinzuzufügen, um sie zu verbessern. Prozesse durch Hinterfragung und Vereinfachung zu verbessern, fällt hingegen schwer. 

So einfach ist das! 😉 


Also los geht’s: machen wir den Prozessen den Prozess!

 


 
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